„Russland trifft nur Militärziele": Eine Chronik der Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen und Einkaufszentren
Kreml-Lüge
Russland greift in der Ukraine ausschließlich militärische Infrastruktur an. Angriffe auf zivile Ziele sind entweder Fehler oder ukrainische Provokationen
Fakten
Russland zerstört systematisch zivile Infrastruktur: das Kinderkrankenhaus Okhmatdyt, die Entbindungsstation in Mariupol, das Einkaufszentrum Amstor, den Bahnhof Kramatorsk, Hunderte von Schulen und Krankenhäusern. Dies sind dokumentierte Kriegsverbrechen
Ausmaß
Nach Angaben des OHCHR (UN-Menschenrechtsmission in der Ukraine) beläuft sich die bestätigte Zahl ziviler Todesopfer bis 2024 auf über 11.000, mit mehr als 22.000 Verwundeten. Die tatsächlichen Zahlen sind deutlich höher — die Kampfbedingungen erschweren die Zählung, und besetzte Gebiete bleiben unzugänglich.
Die auffälligsten Angriffe auf zivile Ziele
Entbindungskrankenhaus in Mariupol (9. März 2022)
Ein Luftangriff traf das Entbindungskrankenhaus und die Kinderstation in Mariupol:
- 3 getötet, darunter eine gebärende Frau und ihr ungeborenes Kind
- 17 verwundet
- Das Gebäude wurde zerstört
- Russland behauptete, das Gebäude sei als „Asow-Basis” genutzt worden — kein Beweis wurde vorgelegt
Das Foto einer schwangeren Frau auf einer Trage, die aus dem zerstörten Gebäude getragen wird, ging um die Welt.
Dramatheater Mariupol (16. März 2022)
Eine Fliegerbombe traf das Dramatheater Mariupol, wo mehr als 1.000 Zivilisten Schutz suchten, hauptsächlich Frauen und Kinder:
- Das Wort „DETI” (Kinder) war in großen Buchstaben, vom Flugzeug aus sichtbar, im Vorhof des Theaters geschrieben
- Nach Schätzungen der Associated Press wurden rund 600 Menschen getötet
- Russland beschuldigte „Asow” für die Explosion — alle Beweise deuten auf einen Luftangriff hin
Bahnhof Kramatorsk (8. April 2022)
Eine Totschka-U-Rakete traf den Bahnhof Kramatorsk, wo Tausende Zivilisten auf Evakuierungszüge warteten:
- 61 getötet, mehr als 100 verwundet
- Die Rakete trug die Aufschrift „Za detej” (Für die Kinder) — eine zynische Inschrift auf einer Waffe, die Zivilisten tötete
Einkaufszentrum Amstor in Kremenchuk (27. Juni 2022)
Eine Kh-22-Marschflugkörper traf ein Einkaufszentrum in einer friedlichen Stadt weit von der Front:
- 22 getötet, mehr als 60 verwundet
- Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich rund 1.000 Menschen im Einkaufszentrum
Kinderkrankenhaus Okhmatdyt (8. Juli 2024)
Eine Kh-101-Marschflugkörper traf Ukraines größtes Kinderkrankenhaus Okhmatdyt im Zentrum Kiews:
- 2 getötet (ein Arzt und ein Besucher), 32 verwundet (darunter Kinder in onkologischer Behandlung)
- Die Rakete traf direkt die Toxikologiestation
- Kinder mit Infusionen und Kathetern wurden auf die Straße evakuiert
- UN-Experten bestätigten: der Angriff wurde durch eine russische Rakete durchgeführt
Systematische Zerstörung der Energieinfrastruktur
Ab Oktober 2022 zerstört Russland gezielt Ukraines Energiesystem:
- Angriffe auf Kraftwerke, Umspannwerke, Fernwärmeanlagen
- Ziel — Zivilisten ohne Strom, Wärme und Wasser im Winter zu lassen
- Dies ist ein Kriegsverbrechen nach den Genfer Konventionen
Ausmaß der Zerstörung
Nach UNICEF und Ukraines Bildungsministerium:
- Über 3.700 Bildungseinrichtungen beschädigt oder zerstört
- Über 1.200 medizinische Einrichtungen beschädigt
- Hunderte von Kulturerbestätten zerstört (Museen, Kirchen, Bibliotheken)
Warum dies keine „Fehler” sind
Die Systematik der Angriffe schließt „Zufälle” aus:
- Angriffe auf dieselben Zieltypen im ganzen Land (Krankenhäuser, Schulen, Kraftwerke)
- Wiederholte Angriffe auf dieselben Ziele nach der Reparatur
- Einsatz von hochpräzisen Raketen (Kh-101, Kalibr) — sie verfehlen ihr Ziel nicht um Kilometer
- Massierte Angriffe von Dutzenden Raketen gleichzeitig — eine bewusste Zielauswahl
Fazit
„Russland trifft nur Militärziele” ist eine Lüge, die durch Tausende dokumentierter Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen, Bahnhöfe, Einkaufszentren und Wohngebäude widerlegt wird. Jeder Angriff ist dokumentiert, jedes Opfer gezählt. Dies ist kein Krieg — es ist Terror gegen die Zivilbevölkerung.
Quellen
- OHCHR «Ukraine: civilian casualty update» (2024)
- Amnesty International «Anyone Can Die At Any Time: Indiscriminate Attacks by Russian Forces in Kharkiv» (2022)
- Human Rights Watch «Ukraine: Deadly Attacks on Kramatorsk Train Station» (2022)
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